Sono


... ist (laut Wikipedia) sowohl eine Gemeinde als auch ein dasselbe Gebiet umfassendes Departement im westafrikanischen Staat Burkina Faso, in der Region Boucle du Mouhoun und der Provinz Kossi. Die Gemeinde hat in 11 Dörfern 7276 Einwohner.

11 Dörfer mit insgesamt nur 7276 Einwohnern. Das klingt gemütlich. Und so mutet zunächst auch die Notenschrift des Stückes Sono an: Ein kurzes Intro mit sehr langen Pausen. Alle Djemben teilen sich eine einzige Begleitstimme. Kein wildes Durcheinander. Ganz schlicht. Ganz unspektakulär. Gemütlich.

Wenn - ja, wenn - man nicht mit einem Afrikaner zusammen musizieren würde, dessen liebstes deutsches Wort „schneller“ ist. Denn Afrikaner, muss man wissen, spielen alles „schneller“.
„Das ist gut“, sagt Baye Cheikh Matala Mbaye zu uns, „aber ihr müsst schneller werden.“ Und was Baye sagt, ist richtig.

Also spielen wir schneller. Da kann es durchaus einmal vorkommen, dass eine Djembe im Eifer des Gefechts eine Pause des Intros durch einen unfreiwilligen Soloton verkürzt. Oder unser Dundun-Spieler so unglaublich schnell wird, dass er versehentlich einen Trommelstock von sich fortschleudert.

Oft aber gelingt uns Sono auch. Nahezu perfekt, wie wir finden. Dann sind wir glücklich. Bis sich Baye zu uns umdreht, uns ansieht, anerkennend nickt, und schließlich sagt:

„Ihr wart gut. Aber das nächste Mal bitte etwas schneller.“